Prostataerkrankungen

Sie machen den Großteil der urologischen Krankheitsbilder und unserer täglichen Arbeit aus. Die Prostata ist eine Drüse von ungefähr 20-25 ccm Größe und liegt unter der Blase. Sie umschließt den Anfangsteil der Harnröhre und somit ist es gut nachvollziehbar, dass Veränderungen der Prostata Auswirkungen auf die Entleerung der Harnblase haben können.

Nachfolgend finden Sie die drei häufigsten Krankheitsbilder:

Gutartige Prostatavergrößerung (Prostatahyperplasie, Prostataadenom)

Durch altersbedingte Veränderung innerhalb der Prostata kommt es häufig zu einer gutartigen Wucherung der Drüsenzellen. Dies führt zu einer Vergrößerung des Organs und damit einhergehend zu einer Einengung der Harnröhre und einer gestörten Blasenentleerung. Typische Symptome sind abgeschwächter oder unterbrochener Harnstrahl, gehäuftes Wasserlassen und eine unvollständige Blasenentleerung (Restharn).

In der Praxis wird die Prostatagröße bestimmt und die Blasenentleerung beurteilt. Dies geschieht mittels Ultraschall. Nur vereinzelt ist zur Abklärung eine Blasenspiegelung erforderlich.

Therapeutisch stehen je nach Ausprägung medikamentöse und operative Verfahren zur Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.urologenportal.de/prostatavergoesserung.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Benigne_Prostatahyperplasie 

Bösartige Prostataveränderung (Prostatakrebs, Prostatakarzinom)

In Deutschland erkranken ca. 60.000 Männer jährlich an Prostatakrebs. Damit steht er an erster Stelle der Karzinomerkrankungen beim Mann. Aufgrund verbesserter Diagnostik und effektiven Therapiemöglichkeiten liegt die Sterblichkeit deutlich niedriger (ca. 12.000 in Deutschland). Typische Frühsymptome macht diese Erkrankung nicht, so dass die Vorsorge beim Urologen umso wichtiger ist. 

In der Praxis wird die Prostata über den Enddarm abgetastet sowie eine Blutuntersuchung zur Bestimmung des PSA-Wertes durchgeführt. Die Ultraschalluntersuchung komplettiert die Diagnostik. Bei Verdacht auf ein Karzinom erfolgt die Prostatabiopsie über den Enddarm in lokaler Betäubung. Hierbei werden 10-12 Proben aus der Prostata gewonnen und pathologisch untersucht. Nach Diagnosestellung können wir alle Therapieformen (offene Operation, laparoskopische Operation, Strahlentherapie, Roboter-Operation, active-surveilland, antihormonolle Therapie) dem Patienten vermitteln bzw. durchführen. 

Weitere Informationen finden sie unter: 
http://www.urologenportal.de/prostatakarzinom.html
http://www.krebsgesellschaft.de/db_prostatakrebs_therapie,108267.html
http://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/prostatakrebs/index.php 

Prostataentzündung (Prostatitis)

Unter dem Begriff Prostataentzündung verbergen sich verschiedene Krankheitsbilder. Sie reichen von der akuten Prostatitis mit ausgeprägtem Krankheitsgefühl, Fieber und Schmerzen beim Wasserlassen bis hin zu unspezifischen Beschwerden im Bereich des Beckenbodens, der Leisten und der Hoden. Störungen der Blasenentleerung kommen oft in allen möglichen Varianten hinzu. In der Praxis erfolgen zur Abklärung eine Urindiagnostik, Abtasten der Prostata und die Ultraschalluntersuchung der Harnorgane. 

Gelingt ein Erregernachweis so steht die antibiotische Therapie im Vordergrund, ansonsten werden Prostatamedikamente, entzündungshemmende Medikamente oder aber pflanzliche Präparate eingesetzt. 

Weitere Informationen finden Sie unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Prostatitis

Dr. Claus Pankewitz

Krummel 1
59494 Soest
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