Nierenerkrankungen

Nierensteine:

Nierensteine sind Ablagerungen von Harnsalzen in den Nieren. In hoher Konzentration fallen diese Salze aus dem Urin als Kristalle aus. Aus den Kristallen können sich dann Steine bilden, die mit der Zeit an Größe zunehmen. Bei der Entstehung spielen die Ernährung und das Trinkverhalten eine große Rolle. Übergewicht, mangelnde Bewegung und Stoffwechselerkrankungen wie Gicht fördern die Entstehung von Nierensteinen zusätzlich. Steine können jahrelang völlig asymptomatisch bleiben oder aber sich aus der Niere lösen und eine Nierenkolik verursachen. Dabei verlegt der Stein im Harnleiter den Abfluss und es tritt eine plötzliche, schmerzhafte Nierenstauung auf. In der Praxis steht dann die intravenöse Schmerztherapie an erster Stelle. Ultraschall- und Röntgendiagnostik klären anschließend die Größe und Lage des Steins. Davon hängt die weitere Therapie ab. Kleine Steine im unteren Harnleiterdrittel gehen meistens spontan ohne operative Maßnahmen ab, größere Steine im oberen Drittel bedürfen einer endoskopischen Therapie (Steinreposition, Anlage einer Harnleiterschiene). 

Um Nierenkoliken bzw. Harnleiterverlegungen zu vermeiden bzw. Nierensteine rechtzeitig zu behandeln, führen wir die Stoßwellen-Behandlung in der Urologie Erwitte durch. Weiterhin beraten wir die Patienten hinsichtlich der Ernährung und führen auch eine weitergehende Stoffwechselabklärung durch.

Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.apotheken-umschau.de/Nierensteine
http://de.wikipedia.org/wiki/Nierenstein
http://www.onmeda.de/krankheiten/nierensteine.html

Nierenzysten:

Bei Nierenzysten handelt es sich meistens um harmlose, flüssigkeitsgefüllte Veränderungen, die von der Nierenrinde ausgehen. Sie treten mit zunehmendem Alter gehäuft auf. Eine Therapie ist selten erforderlich und nur dann, wenn durch sehr große Zysten Beschwerden durch Verdrängung anderer Strukturen auftreten oder der Harnabfluss gestört ist. Abzugrenzen hiervon sind sog. Zystennieren, einem meist erblich bedingtem Krankheitsbild, bei dem sich die Nierenfunktion zunehmend verschlechtert. In der Praxis wird sonografisch abgeklärt, ob es sich um eine normale und harmlose Nierenzyste handelt oder ob ein anderes Krankheitsbild vorliegt. Röntgenuntersuchungen sind zur Abklärung meist entbehrlich.

Weitere Informationen finden Sie unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Nierenzyste

Nierenbeckenentzündungen:

Harnwegsinfekte können von der Blase zu den Nieren aufsteigen und eine Nierenbeckenentzündung auslösen. Typisch sind Flankenschmerzen, Fieber, Krankheitsgefühl und Blasenbeschwerden bzw. ein vorangegangene Blasenentzündung. 

In der Praxis hilft die Urin- und Ultraschalldiagnostik weiter, um die Diagnose zu stellen und andere Erkrankungen auszuschließen. Therapeutisch steht die antibiotische Behandlung über ca. 14 Tage im Vordergrund. Die Behandlung sollte konsequent durchgeführt werden, um Abszess-Bildung und ein Wiederaufflackern der Entzündung zu vermeiden.

Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.nierenbeckenentzuendung.com/

Nierentumoren:

Durch den weit verbreiteten Einsatz der Ultraschalldiagnostik werden Nierentumoren meist zufällig entdeckt, lange bevor sie symptomatisch werden. Sie machen ca. 1-2% der bösartigen Erkrankungen aus. Männer sind häufiger betroffen. In der Praxis können Nierentumoren gut mit dem Ultraschallgerät dargestellt werden. Bei kleineren Befunden unter 3 cm oder zur weiteren Therapieplanung erfolgt eine Computertomografie. Therapeutisch ist die operative Tumorentfernung Mittel der Wahl. Wenn technisch möglich wird nur der Tumor aus der Niere herausgelöst (Organerhaltung), ansonsten muss die gesamte Niere entfernt werden. Es stehen offene und laparoskopische Verfahren zur Verfügung. Tumornachsorge und onkologische Betreuung findet in der Praxis statt.

Weiter Informationen finden Sie unter:
http://www.urologenportal.de/nierenzellkarzinom.html
http://www.nierenkrebs.net/
http://www.krebsgesellschaft.de/pat_ka_nierenkrebs_definition,108254.html

Nierenstau:

Der sog. Nierenstau ist eigentlich keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Symptom, dem unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen können (Steine, Tumoren, Blutgerinnsel, narbige Harnleiterengen, Harnleiterverletzungen nach Bauchoperationen, Blasen-entleerungsstörungen). Wenn die Nieren „gestaut“ sind, ist dies ein Zeichen für eine Harnabflussstörung. Dies kann mit Schmerzen einhergehen z.B. bei einem Harnleiterstein oder völlig asymptomatisch sein. Neben der Schmerzbeseitigung steht die Ursachenklärung im Vordergrund. In der Praxis wird hierfür die Ultraschall- und Röntgendiagnostik eingesetzt. Die Therapie richtet sich nach der Ursache. Ziel ist es, den regelrechten Abfluss der Nieren wieder herzustellen, da sonst die Nierenfunktion schlechter wird. Lässt sich die Ursache nicht beheben, so muss der Abfluss durch Einlage einer Harnleiterschiene gesichert werden.

Dr. Claus Pankewitz

Krummel 1
59494 Soest
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