Genitalerkrankungen

Hier finden sie einige der häufigsten Erkrankungen des Genitalbereichs.

Nebenhodenentzündung (Epididymitis)

Meist bakteriell bedingt kommt es zu einer schmerzhaften Schwellung und Verhärtung des Nebenhodens. Das Abtasten wird als sehr unangenehm empfunden und oft zeigt sich eine Rötung der Haut des Hodensacks.
In der Praxis zeigt sich das typische klinische Bild und mittels Ultraschall kann die Diagnose zu anderen Erkrankungen abgegrenzt werden. Therapeutisch kommen Antibiotika, Schmerz- und Entzündungshemmende Medikamente zum Einsatz. Durch lokale Kühlung und Hochlagerung kann der Patient zum Abheilen beitragen. Meist gehen unter diesen Maßnahmen die Beschwerden rasch zurück, die tastbare Verhärtung des Nebenhodens allerdings verschwindet oft erst nach Wochen.

Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.onmeda.de/krankheiten/nebenhodenentzuendung.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Epididymitis

Hodentumoren

Hodentumoren treffen vor allem den Mann zwischen 18 und 45 Jahren. Typisches Symptom ist eine nicht schmerzhafte Verhärtung an einem Hoden. Weitere Frühsymptome gibt es nicht. Ein zügige Abklärung und Therapie sollten erfolgen. Diese Krebserkrankung ist eine der wenigen, die durch die heute zur Verfügung stehenden Behandlungen hohe Aussicht auf Heilung hat. Primär wird der Hoden entfernt. Postoperativ reicht die Therapie je nach Tumortyp und Ausdehnung der Erkrankung von bloßer Nachsorge bis hin zur Chemo- und/oder Strahlentherapie. In der Praxis können Veränderungen am Hoden sehr genau mittels Ultraschall dargestellte werden. In der Regel bereitet die Frage, ob ein Tumorverdacht besteht oder nicht keine Schwierigkeiten. Nach Diagnosesicherung durch die Operation wird mittels Computertomografie geklärt, ob Lymphknotenmetastasen vorliegen. 

Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/andere-krebsarten/hodenkrebs.html
http://www.onkologie-duesseldorf.de/Hodenkrebs.htm

Wasserbruch (Hydrozele)

Der Hoden ist von einer Hülle umgeben, die Flüssigkeit aufnehmen und abgeben kann. Kommt es zu einer Fehlfunktion dieser Hülle, sammelt sich Flüssigkeit um den Hoden an. Dies kann bei Entzündungen oder Verletzungen des Hodens/Nebenhodens auftreten, oft ist aber keine konkrete Ursache erkennbar. Die Schwellung des Hodensacks, die dadurch entsteht, ist eigentlich nichts Bedrohliches. Oft wird sie aber als störend (Sitzen, Radfahren) oder unästhetisch empfunden. Therapie der Wahl in solchen Fällen ist die operative Entfernung der Hülle. Eine Punktion der Hydrozele mit Absaugen der Flüssigkeit ist nur eine vorübergehende Lösung. In der Praxis lässt sich die Flüssigkeit um den Hoden sehr gut mit dem Ultraschall darstellen und die Diagnose sichern. Bei Bedarf steht dann die operative Beseitigung an.

Weitere Informationen finden Sie unter:
https://de.wikipedia.org/wiki/Hydrozele

Hodenverdrehung (Hodentorsion)

Ein plötzlich auftretender, starker und anhaltender Schmerz im Bereich des Hoden ist typisch für eine Hodenverdrehung. Dabei dreht sich der Hoden um seine eigenen Blutgefäße und klemmt sie dadurch ab. Ähnlich wie beim Herzinfarkt führt die Minderdurchblutung zu starken Schmerzen und sollte schnellstmöglich behandelt werden. Eine begleitende Rötung und Schwellung des Hodensacks sind typisch. Therapeutisch erfolgt die operative Hodenfreilegung und das Zurückdrehen des Hodens. Dieser wird dann so befestigt, dass eine erneute Verdrehung nicht mehr möglich ist. In der Praxis kann durch Ultraschall der Hoden und seine Durchblutung gemessen werden und bei Bedarf eine stationäre Behandlung organisiert werden.

Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.tk.de/tk/krankheiten-a-z/krankheiten-h/hodentorsion/28184
http://www.apotheken-umschau.de/Hodentorsion/Hodentorsion-Therapie-12794_5.html

Harnröhrenausfluss (Harnröhrenentzündung, Geschlechtskrankheit)

Harnröhrenentzündungen werden meist durch Bakterien oder Bakterien ähnlichen Mikroorganismen verursacht. Typische Symptome sind Brennen beim Wasserlassen und Ausfluss aus der Harnröhre. Oft werden diese Infekte beim Geschlechtsverkehr übertragen, so dass auch eine Partnerabklärung sinnvoll ist. In der Praxis wird über einen Harnröhrenabstrich versucht, den verursachenden Erreger zu ermitteln, um dann eine testgerechte antibiotische Therapie einzuleiten.

Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.onmeda.de/krankheiten/harnroehrenentzuendung.html
http://www.apotheken-umschau.de/harnroehrenentzuendung

Entzündungen der Vorhaut oder der Eichel (Balanitits, Posthitis)

Entzündungen der Eichel oder der Vorhaut können viele Ursachen haben und reichen von harmlosen kleinen roten Punkten bis hin zu schmerzhaften Geschwüren. Neben Bakterien, mechanischer Irritation und Stoffwechselerkrankungen gibt es auch entzündliche Veränderungen, deren Genese letztlich unklar ist. Zum Einsatz kommen verschiedene Cremes und Salben, oft mit Kortisonzusatz, die zur Abheilung führen.

Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.onmeda.de/krankheiten/balanitis.html

Vorhautverengung (Phimose)

Eine Phimose ist bis zum 3. Lebensjahr als normal anzusehen und bedarf keiner Therapie, es sei denn, es treten häufige Entzündungen auf. Auch danach kann sich die Vorhaut noch weiten. Häufig wird eine Korrektur vor dem Eintritt in die Schule gewählt. Neben dem Kindesalter sieht man sie oft bei Diabetikern im mittleren oder höheren Alter. Überhaupt tritt sie im Alter häufiger auf. Sie behindert die Genitalhygiene, kann zu Entzündungen führen und stört beim Geschlechtsverkehr. In der Praxis wird bei Kindern zunächst versucht durch eine Salbentherapie die Vorhaut zu weiten. Dies gelingt in vielen Fällen. Bei Persistenz der Einengung wird mit den Eltern die Teil- als auch die komplette Bescheidung besprochen. Die Operation führen wir Mittwochvormittag im Marienkrankenhaus durch. Ca. 3 Stunden nach dem ambulanten Eingriff können sie wieder nach Hause. Bei Erwachsenen wird in der Regel nur die komplette Entfernung durchgeführt.

Weiter Informationen finden Sie unter:
http://www.urologenportal.de/phimose.html
http://www.onmeda.de/krankheiten/phimose-therapie-1278-7.html

Einriss des Vorhautbändchens

Bei kurzem Vorhautbändchen kommt es häufiger zum Einriss beim Geschlechtsverkehr. Eine begleitende Blutung beunruhigt den Patienten zusätzlich. In der Praxis zeigt sich oft ein Teileinriß, der schnell ohne weitere Maßnahmen abheilt. Je nach Restspannung des Bändchens ist eine prophylaktische, komplette Durchtrennung sinnvoll. Dieser kleine Eingriff erfolgt ambulant in lokaler Betäubung.

Weiter Informationen finden Sie unter:
http://www.sexmedpedia.com/artikel/riss-des-penisbaendchens

Dr. Claus Pankewitz

Krummel 1
59494 Soest
Telefon: 02921 3913330
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