Blasenerkrankungen

Im Folgenden finden Sie die häufigsten Krankheitsbilder der Blase

Blasenentzündung (Zystitis)

Verursacher der Blasenentzündung sind meist sog. Darmbakterien. Diese gelangen über die Harnröhre in die Blase und lösen die typischen Symptome wie Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen oder einen ständigen Harndrang aus. 

In der Praxis erfolgt zunächst die Urindiagnostik. Bei entsprechendem Befund kann dann durch den Einsatz von Antibiotika die Entzündung rasch beseitigt werden. Problematischer sind immer wiederkehrende Entzündungen. Diese Verläufe werden durch Ultraschall und Blasenspiegelung weiter abgeklärt und einer individuellen Therapie zugeführt. In vielen Fällen reduziert auch eine Impfung die Anzahl der Infekte. 

Weitere Informationen finden Sie unter: 
http://de.wikipedia.org/wiki/Zystitis
http://www.patientenleitlinien.de/Blasenentzuendung/Harnweginfekt.html

Blasenentleerungsstörung

Eigentlich kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern mehr eine funktionelle Störung der Blase. Dieser Störung können sehr viele Ursachen zu Grunde liegen. Typischerweise finden wir sie bei vergrößerter Prostata oder einer Harnröhrenenge. Aber auch Erkrankungen wie Schlaganfall, Diabetes, Medikament oder Abnahme der Muskelkraft der Blase im Alter führen dazu. 

Die Symptome sind Harnwegsinfekte, gehäuftes Wasserlassen bei Tag und in der Nacht, Restharngefühl und Harnstrahlabschwächung. Die extreme Variante ist der schmerzhafte Harnverhalt. Unbehandelt kann es neben den Symptomen langfristig zu einer Schädigung der Nieren kommen. 

In der Praxis erfolgen die Urindiagnostik und die Bestimmung des Restharns mittels Ultraschall. Weiterhin kann die Harnröhre und die Blase durch eine Spiegelung untersucht werden. 

Die Therapie richtet sich nach der Ursache und Ausprägung der Blasenentleerungsstörung. Es stehen Medikamente und operative Verfahren zur Verfügung. Als letztes Mittel muss in seltenen Fällen ein Dauerkatheter angelegt werden. 

Harninkontinenz

Harninkontinenz ist der unfreiwillige Urinverlust. Viele Frauen und Männer sind mit zunehmendem Alter davon betroffen. Als funktionelle Ursache finden sich ein geschwächter Schließmuskel und/oder ein sog. überaktiver Blasenmuskel. Für erstere Variante (Belastungsinkontinenz) ist der Urinverlust beim Husten oder körperlicher Bewegung typisch, bei der zweiten Variante (Dranginkontinenz) kommt es zu einer ungewollten Kontraktion des Blasenmuskels und damit zum Urinabgang. Mischformen sind häufig. 

In der Praxis erfolgt die Basisdiagnostik in Form von Urin- und Ultraschalluntersuchung. Der Patient sollte ein Protokoll über das Trink- und Toilettenverhalten führen einschließlich der Inkontinenzepisoden (s. Download). Weitergehende Untersuchung wie Blasenspiegelung und Blasendruckmessung (Urodynamik) komplettieren die Diagnostik. Am Ende steht eine individuelle medikamentöse oder auch operative Therapie mit Ziel den lästigen Urinverlust zu beseitigen. 

Weitere Informationen finden Sie unter: 
http://www.inkontinenz-selbsthilfe.com/inkontinenz/harninkontinenz.html
http://www.urologenportal.de/harninkontinenz.html

Blut im Urin (Mikrohämaturie)

Häufig stellen sich Patienten mit Spuren von Blut im Urin vor. Dabei ist der Urin nicht verfärbt, aber in den gängigen Streifentests fallen vermehrte rote Blutkörperchen (Erythrozyten) auf. Ansonsten sind die Patienten meist symptomlos. Selten sind ernsthafte Erkrankungen Auslöser dieser Symptomatik. Dennoch sollte eine gewisse Basisdiagnostik erfolgen und der Befund im Verlauf kontrolliert werden. 

In der Praxis steht neben der Urindiagnostik einschließlich Urinzytologie (Pathologie Soest, Link) die Ultraschalluntersuchung an erster Stelle. Bei gewissen Risikofaktoren wird auch eine Blasenspiegelung durchgeführt. Radiologische Verfahren werden äußerst zurückhaltend eingesetzt, da neuere Studien deren Stellenwert in Frage stellen. Wichtig sind die Verlaufskontrollen nach 3-6 oder auch 12 Monaten, um evtl. Veränderungen zu erfassen. 

Weitere Informationen finden Sie unter: 
http://www.urologenportal.de/1357.html

!Bei sichtbarer Rotverfärbung des Urins sollte jedoch umgehend ein Urologe kontaktiert werden!

Blasenkarzinom

In Deutschland erkranken jedes Jahr über 25.000 Menschen neu an Blasenkrebs. Betroffen sind überwiegend Männer. Meistens ist der Krebs noch nicht in tiefere Schichten der Blasenwand vorgedrungen, so dass eine Ausschabung der Blase kurativ sein kann. Bei fortgeschrittenen Stadien muss die Blase entfernt werden. Typisches Erstsymptom beim Blasentumor ist die schmerzlose Makrohämaturie, d.h. eine Rotverfärbung des Urins ohne sonstige Beschwerden. 

In der Praxis erfolgt die Abklärung dieses Krankheitsbildes mittels Urin- und Ultraschalldiagnostik sowie einer Blasenspiegelung. Bestätigt sich dabei die Verdachtsdiagnose muss der Tumor unter stationären Bedingungen aus der Blase ausgeschabt werden. 

Um ein erneutes Auftreten eines Blasentumors zu verhindern, führen wir in der Praxis Blasenspülungen mit Chemo- und Immuntherapeutika durch. 

Weitere Informationen finden Sie unter: 
http://www.blasenkrebs.org/

Dr. Claus Pankewitz

Krummel 1
59494 Soest
Telefon: 02921 6719 404
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